Der Harburger Märchenweg wird abgebaut

Liebe Besucher des Harburger Märchenwegs,

nach dem großen Erfolg des diesjährigen Märchenwegs möchten wir uns recht herzlich bei den vielen fleißigen Helfern und Initiatoren des Harburger Märchenwegs bedanken.

Wir dürfen Ihnen nun, im Namen von Frau Gabi Steger mitteilen, dass der Märchenweg im Laufe der KW 42 wieder abgebaut wird. Bis ca. 18.10.2020 werden die Figuren nach und nach abgebaut.

Schon heute freuen wir uns alle darauf, wenn es im nächsten Jahr wieder heißt....besuchen Sie den Harburger Märchenweg!

Dankeschön für die vielen Besuche in Harburg und für das Interesse an dem Harburger Märchenweg!

Märchenweg Hinweistafel

„Es war einmal“ ……… so beginnt fast jedes Märchen. ....

Unsere Harburger Bürger, unter der Federführung von Gabi Steger, haben sich nach dem Erfolg im Jahr 2019 dazu entschlossen, den Märchenweg wieder aufzubauen. Dieses Mal noch größer und, wie wir alle
meinen, noch schöner.

Auf einer Länge von ca. 1,5 km beginnt der Spazierweg unten am Wörnitzstrand. Dort steht ein Kahn, welcher liebevoll hergerichtet wurde. Weiter geht es über die alte steinerne Brücke, links unten steht die Gänsemagd, die ihrem Pferd Falada ihr Leid klagt.

Links im Wasser entdeckt man das Wönitznessie.In vollem Glanze strahlt rechts die kleine Meerjungfrau.
Wenn wir zur ev. Kirche hoch laufen steht ein Fabelwesen – das Einhorn - und lädt uns ein, jetzt einzutauchen in die Märchenwelt.

Spätestens wenn sie unter dem Märchenbogen durchlaufen, beginnt der Zauber. Dort entdecken sie Bäume mit Gesichtern, Pilzen und so manche Gesellen, die sich verstecken. Und dazu noch große Spinnen, Schlangen, Gespenster und Drachen, die uns beobachten.

Auch Elfen sind in den Bäumen unterwegs und schauen wer heute auf Besuch kommt. Nun können
sie entweder gleich geradeaus hoch laufen oder Richtung Kriegerdenkmal wandern und von dort weiter zum oberen Burgparkplatz, um dann durch den ersten Torbogen der Burganlage wieder Richtung Stadt zu laufen.

Folgen Sie einfach den umwickelten Handläufen, dann sind Sie immer auf dem richtigen Weg. Natürlich kann man den Weg auch oben beginnen und unten in der Stadt beenden. Die Märchenweg-Figur „Der kleine Prinz“ gilt als literarische Umsetzung des moralischen Denkens, der Welterkenntnis seines Autors und als Kritik am Wertverfall der Gesellschaft. Das Werk ist ein modernes Märchen für Freundschaft und Menschlichkeit.


Die Wege um die Harburg sind leider nicht mit dem Kinderwagen befahrbar!

Flyer Märchenweg (410,4 KB)

Der Harburger Märchenweg

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    Harburger Märchenweg

    9 Bilder

    Spazieren Sie durch Harburg und tauchen Sie ein in die Welt der verschiedensten Märchen.

Bilder zum Märchenweg 2020

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Bilder Märchenweg

Bilderausstellung bei der Metzgerei Schierlinger am Marktplatz

Bockfest

Das Bockfest

Am 24. Juni 1800 rückten die Franzosen gegen Harburg vor. Das Schloss verteidigten 160 Mann der österreichischen Infanterie. Die Leute, die in den äußersten Häusern Harburgs wohnten, flüchteten in den Markt hinein.

Eineinhalb Stunden lang wurde von der Burg auf die Franzosen geschossen. Da stellten diese am Armenhaus und später am Wedebuck eine Kanone gegen das Schloss auf. Nach dreißig Schüssen aus diesen Geschützen drohten die Franzosen, die Burg mit Haubitzen in Brand zu schießen. Diese Waffen standen bereits in Ebermergen. Außerdem sollte die Besatzung der Burg niedergemacht werden. Da ergaben sich die Österreicher. Sie wurden gefangengenommen.

Während und nach der Beschießung plünderten die Franzosen den Markt Harburg. Die Bürger aber waren froh, dass trotzdem alles noch gnädig abgegangen war, zogen auf den Bock und feierten ein Fest.

Zur Erinnerung an diese Zeit halten die Harburger heute noch das Bockfest an einem Sonntag in Juni ab.

 

Bild: Gerhard Meyer, Harald Erdinger

Gräfin Leuchtenberg

Die Sage von der Karab und Elisabeth von Leuchtenberg

Elisabeth von Leuchtenberg wohnte viele Jahre auf der Harburg. Sie war die Tochter des Landgrafen von Leuchtenberg und mit Graf Wolfgang von Oettingen verheiratet. 1560 starb sie. Ihr Grabdenkmal steht unter der Orgelempore in der Schlosskirche. In der Sage ist sie heute noch im Volke lebendig:

Elisabeth von Leuchtenberg machte eines Tages einen Spaziergang in die Karab. Dabei verirrte sie sich. Der Abend kam, und noch immer hatte sie den richtigen Weg nicht gefunden. In ihrer Verzweiflung machte sie ein Gelübde: Sie wollte demjenigen die Karab schenken, der sie aus diesem unheimlichen Wald herausführen würde. Da hörte sie die Abendglocken von Harburg, Donauwörth und Mertingen läuten. Sie ging dem Klange nach und war gerettet. Elisabeth löste ihr Versprechen ein: einen Teil der Karab schenkte sie Harburg, den anderen Donauwörth und den dritten Mertingen.

Im Volksmund heißt Elisabeth von Leuchtenberg „das Karafreile“.

 

Bild: Gerhard Meyer, Harald Erdinger

Schäfer im Hüllenloch

Der Schäfer im Hüllenloch

Es war in Zeiten des 30jährigen Krieges. Ein Schäfer hütete in Harburgs Umgebung seine Schafe. Die Feinde rückten immer näher; deshalb trieb der Schäfer seine Herde in das Hüllenloch, um sie zu verstecken. Nachts musste er das Futter von den Wiesen und das Wasser aus der Wörnitz herbeischleppen. Trotz aller Anstrengungen wurden die Tiere immer magerer und die Wolle immer schlechter. Auch ihm selber bekam die Arbeit nicht besonders gut. Eines Tages sagte er im Zorne so vor sich hin: „Wenn ich nur die Schafe verkaufen könnte!“ Kaum hatte er ausgeredet, kam auch schon ein vornehmer Herr im schwarzen Gewand mit rotem Mantel und breitem Hut zur Höhle herein und bot ihm für die Tiere eine Kiste voll Gold. Bald wurden die beiden handelseinig. Der vornehme Herr tat einen Pfiff, und das Pferd galoppierte herbei. Auf dem Rücken trug es die Goldkiste. Der Schäfer nahm sie schnell zu sich. Dann setzte sich der fremde Herr auf das Pferd, tat wieder einen Pfiff und ritt davon. Siehe da! Die ganze Schafherde lief ihm nach. Aber, o Schreck! Auch die Goldkiste folgte ihm. Der Schäfer rannte ihr nach, holte sie zurück, setzte sich darauf und kettete seinen Hund daran. Aber er durfte sich nicht vom Platze rühren. Sooft er aufstand, versuchte die Kiste davonzulaufen. So blieb ihm nichts anderes übrig als sitzenzubleiben, und so sitze er heute noch mit seinem Hund versteinert im Hüllenloch.

 

Bild: Gerhard Meyer, Harald Erdinger