Wenig Platz bleibt diesem Straßenzug zwischen Burg und Fluss Auf der einen Seite lehnen sich die Häuser eng an den Berg und selbst ihre Gärten und Gartenhäuschen klettern den Hang zur Burg hinauf, auf der anderen Seite werden die Gebäudemauern vielfach von der Wörnitz umspült. Die offizielle Bezeichnung für diese enge Straße war bis 1925 “Bahnhofstraße”. Dann wurde sie im Rahmen einer Straßen-Umbenennung in “Donauwörther Straße” umbenannt. Enge Gässchen zwischen den Häusern gestatten auf der einen Seite immer wieder den Blick und den Zugang zur Wörnitz und auf der anderen zum Berg und zur Burg hinauf.
Donauwörther Str. Nr. 12
Das ehemalige “Glait- oder Gerichtsschreiberey Haus in der Mühlgasse” diente von 1694 bis 1976 als Wohnung des 1. protestantischen Pfarrers. Es ist eines der ältesten Häuser des Städtchens und stammt wohl aus dem 15. Jahrhundert.
Mit seinem hochstrebenden schlanken Fachwerkgiebel und seinen auskragenden Obergeschossen überragt es alle übrigen Gebäude. Durch den Einbau einer Garage im Erdgeschoss hat das Gebäude etwas von seiner Ursprünglichkeit verloren. Es ist heute in Privatbesitz und dient nur noch als Wohnhaus.
Das kleinere Gebäude rechts, durch ein Rundbogenportal mit dem Pfarrhaus verbunden und mit einem Fachwerkgiebel jüngeren Datums ausgestattet, dient der evangelischen Gemeinde als Gemeindesaal.
Donauwörther Str. Nr. 19
In der bereits 1461 in einem Erblehenbrief erwähnten Marktmühle wurde früher nicht nur Getreide gemahlen, sie erscheint auch als “Oelmühle, Säge- und Gypsmühle”. Sie ist bzw. war eine der beiden uralten Harburger Mühlen. Der Mahl- und Sägebetrieb wurde in den 60er Jahren eingestellt, die Öl- und Gipsmühle wohl bereits um die Jahrhundertwende. Die rückseits gelegenen ehemaligen Betriebsgebäude des heute unter dem Namen “Stadtmühle” bekannten Anwesens kann man sehr gut vom Wörnitzufer beim “Gries” aus betrachten.
