Vorsicht vor Angriffen von Greifvögeln

Blick von der Wörnitzbrücke zum Schloß

Dienstag, 06. Juli 2021

Laut Experten kommt es vor allem in den Monaten Mai bis Juli kann zu Attacken von Greifvögeln. Während dieser Zeit wird der Greifvogelnachwuchs langsam flügge und verlässt erstmals das heimische Nest. Die jungen Vögel entfernen sich von den hohen Baumkronen, in denen die Vogeleltern die schützenden Nester errichtet haben und hüpfen von Ast zu Ast in Richtung Erdboden. Somit kommen sie der gefährlichen bodennahen Zone immer näher und die Vogeleltern sind in erhöhter Alarmbereitschaft. Sie empfinden am Boden vorbeilaufende Menschen als vermeintliche Bedrohung für den Nachwuchs. Wenn sich nun eine unbekannte Gefahr, in Form von Joggern, Radlern oder Spaziergängern, dem Baum und somit dem Greifvogelnachwuchs nähert, greift der natürliche Beschützerinstinkt der Vögel und sie schwärmen aus, um die mögliche Bedrohung zu vertreiben.

Im Stadtgebiet kam es bedauerlicherweise auch zu einem Angriff eines Greifvogels auf einen Jogger und zwar auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Heroldingen und Huisheim.

Wie kann man sich vor einem Greifvogelangriff schützen?

Die einfachste und sicherste Möglichkeit ist, den Bereich während den Monaten Mai bis Juli zu meiden.

Ferner sei es laut Experten wichtig, sich von dem Baum, in dem sich das Greifvogelnest befindet, langsam zu entfernen. Schnelle Bewegungen, wie Rennen oder Joggen würden die Vögel in dieser Situation eher als Bedrohung wahrnehmen und somit aggressiver machen.

Um sich effektiv vor Angriffen zu schützen empfehlen Falkner außerdem das Tragen von Hüten oder Mützen. So sei der Kopf nicht ganz schutzlos, falls die scharfen Vogelkrallen doch mal ihr Ziel treffen sollten. Auch die Arme können schützend über den Kopf gehalten werden.

Zudem kann man sich den Umstand, dass die Vögel immer den höchsten Punkt attackieren, zunutze machen, indem man einen Stock oder Ast, einen Regenschirm oder etwas Vergleichbares einsetzt und über den Kopf hält. So wird anstelle des Kopfes oder der Arme der Gegenstand das Ziel des Angriffs.

Experten raten in jedem Fall dazu, soweit es geht Ruhe zu bewahren und den Vogel nicht noch unnötig zu provozieren.

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