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(10) Schlossstraße Nr. 2

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Den älteren Harburgern ist sie noch als “Wurstgasse” in Erinnerung, da früher in dieser zur Burg hinaufführenden Gasse ein Metzger sein Handwerk betrieb.

Das Gebäude befindet sich links am Fuße des Treppenaufgangs zum Friedhof (Foto: Bildmitte). Hart an den Berg (der Überlieferung nach an den “Braunen Stein”) angelehnt, war es “...seit unführdenklichen Zeiten Eigenthum ...” des fürstlichen Hauses. Drei Jahrhunderte lang war dieses “Helferhaus” Wohnung des ehemals zweiten evangelischen Pfarrers, der auch die Pfarrei Großsorheim zu betreuen hatte.

1849/50 verkaufte es die Kirchenverwaltung an den Seilermeister Johannes Deffner. Da auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine andere Seilerei betrieben wurde, unterschied die Kundschaft zwischen dem “Buaba-Seiler” und dem “Mädle-Seiler” nach dem Geschlecht der Kinder. 1920 ging der Betrieb an Seilermeister Karl Henninger über, der eine Tochter des Deffner geheiratet hatte. Das Handwerk bzw. das Geschäft wurde noch bis in die 60er Jahre unseres Jahrhunderts ausgeübt.