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Bildungswerk / VHS

Grossansicht in neuem Fenster: BallonfahrtEine wunderbare Ballonfahrt ins Abendrot…

Am Mittwoch, den 09.05.2018 fand die erste Ballonfahrt einer geplanten Serie des Harburger Bildungswerkes statt. Für die sechs Passagiere ein sicherlich unvergessliches Erlebnis und Vergnügen. Aber zuerst ein paar Worte, wie es überhaupt zu der Ballonfahrt kam:

Im vergangenen Herbst hat das Harburger Bildungswerk die Durchführung von Ballonfahrten als Heimatliche Exkursion ausgeschrieben. Die Kursleitung hierfür hat Günter Reiss übernommen.
Schon nach kurzer Zeit lagen dem Bildungswerk 30 Anmeldungen vor.
Über den Winter wurden mit mehreren Ballonteams aus nah und fern Verhandlungen für die Fahrten geführt. Letztendlich kam es zu einem Abschluss mit dem Ballonteam Kindler aus Neu-Ulm.

Am 09.05. war es dann soweit – die erste Balloncrew, bestehend aus 6 Aeronauten, wurde mittags von Andreas Kindler angerufen.
Um 18:45 Uhr trafen sich das Ballonteam und die sechs Mitfahrer auf dem Sportplatz in Heroldingen.
Dieser ist einer der vier möglichen Startplätze für den Ballon in Harburg und Umgebung. Auf Grund der herrschenden Wetter- und Windverhältnisse sowie der Verfügbarkeit war Heroldingen die Wahl für diesen Tag.
Nachdem sich alle miteinander bekannt gemacht hatten, erfolgte eine Einweisung zum grundsätzlichen Ablauf der Fahrt durch Andreas Kindler, dem Piloten des Ballons.

Für einen Ballonstart sind einige Voraussetzungen erforderlich. Neben der Technischen Ausrüstung, wie Ballonhülle, Ballonkorb, Brenner und Gasflaschen, Leinen und Stahlseile müssen auch die Wetterbedingungen für den Start passen. D.h. der Wind darf nicht zu stark sein, die Sicht muss passen und die Thermik (aufsteigende, warme Luft), muss „zusammengebrochen“ sein.
Um 19:30 Uhr war es dann endlich soweit: Nach der Sicherheitseinweisung wurde mit vereinten Kräften des Ballonteams, der sechs Mitfahrer und anwesenden Schaulustigen der Ballon aufgebaut.
Es ist ein imposantes Bild, wenn die Hülle langsam mit Luft aufgefüllt wird und sich schließlich als riesiger Ballon unter Einsatz des Brenners senkrecht aufstellt und vor einem schwebt.

Plötzlich ging alles ganz schnell.
Der Korb, mit einem Seil am Boden gefesselt, wurde von den Passagieren besetzt. Helfer und Schaulustige hielten den Korb am Boden fest, während durch den Brenner die Luft im Ballon immer weiter erwärmt wurde. Auf Kommando ließen die Helfer den Korb los, die Halteleine wurde gelöst und los ging die Fahrt!

Wir stiegen mit ca. 3m/s auf, der Wind aus östlicher Richtung trieb uns mit ca. 30 km/h ins Ries. Schon kurz nach dem Start hatten wir dank der klaren Sicht einen wunderbaren Blick ins Ries, bzw. Richtung Harburg und Wemding. Unsere Fahrt ging in Richtung Bopfingen.
Vor uns lagen Möttingen, Enkingen und Grosselfingen. Im wunderbaren Abendrot trieben wir auf Nördlingen zu. Aus der Luft war die wunderschöne Stadt mit ihrem kreisrunden Altstadtkern herrlich zu erkennen. Ein unvergesslicher Anblick für jeden, der ihn erleben durfte!
Die Fahrt war sanft, wir trieben ja mit dem Wind. Es war ganz still im Korb, bis auf die Momente, in denen der Brenner arbeitete, um uns in der Luft und der gewünschten Höhe zu halten.
Alle waren begeistert von dem sich darbietenden Ausblick, dem herrlichen Abendrot und dieser wunderbaren Ballonfahrt.

Nach etwas mehr als einer Stunde, näherte sich die Fahrt dem Ende. Die Sonne ging gerade unter, als wir hinter Dirgenheim, westlich von Wallerstein aufsetzten. Eine perfekte Landung war der Abschluss einer wunderbaren, gelungenen Ballonfahrt.

Jedoch war der Abend noch nicht beendet! Um die Dämmerung noch ausnutzen zu können wurde, sofort mit Abbau des Ballons begonnen. Die Landung war nicht unbemerkt geblieben und hatte einige Kinder mit ihren Müttern zum Landeplatz geführt.
Schnell war alles abgebaut und verpackt, so dass nun mit einem Glas Sekt auf die glückliche Fahrt und Landung angestoßen werden konnte. Bevor es an die Rückfahrt ging, musste durch unseren Piloten allerdings noch die Adelung der Balloncrew erfolgen – die sogenannte Ballonfahrertaufe.
Jeder, der erstmalig eine Ballonfahrt absolviert, erfährt in einer Zeremonie diese Taufe:

  • Die Haare (ein kleines Büschel) werden angesengt, zum Dank an das Feuer, dass den Ballon trägt

  • Das Büschel wird mit Sekt wieder gelöscht

  • Der Adelstitel wird dem Täufling verkündet und in einer Urkunde schriftlich überreicht

Nachdem der Letzte aus der Crew getauft und der restliche Sekt ausgetrunken war, ging es mit dem Rückholfahrzeug zurück an den Startpunkt. Damit endete für die sechs Passagiere eine wirklich tolle und sicherlich unvergessliche Ballonfahrt.

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