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B: Geschichtliches

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Mit einer Mathilde de Horeburc, der Gemahlin des Grafen Kuno von Lechsgmünd, erscheint 1093 der Name Harburg erstmals. Allerdings ist nicht belegt, ob damit unser Harburg gemeint ist. In alten Dokumenten ist auch von einem Dienstmannengeschlecht von Gosheim und Horiburch und von einem Dominus Otto de Gosheim sive Horburch die Rede.

Erstmals erscheint die Burg in der Mitte des 12. Jh., als die Staufer ihre machtpolitischen Aktivitäten dem Ries zuwandten. Von der Harburg aus zog der 13jährige Staufer Heinrich, Sohn König Konrads III., gegen Welf VI., der das staufische Flochberg belagerte. In der Schlacht von Neresheim fügte er ihm eine entscheidende Niederlage zu. 1239 von König Konrad IV. bewohnt, wird sie 1295 von König Adolf von Nassau an den Grafen von Oettingen verpfändet, die als treue Gefolgsleute der Kaiser und Könige das staufische Erbe im Ries verwalten. 

Mehrmals wird die Pfandschaft über dieses alte Reichsgut verlängert und von Kaiser Sigmund 1418 wegen besonderer Verdienste der Grafen von Oettingen als deren Eigentum bestätigt. Die Burg bleibt m Besitz der Oettinger bis zum Aussterben der Linie 1731 und kommt dann an die Linie Oettingen/Wallerstein, die - seit 1774 fürstlichen Standes - sie noch heute innehaben.

Die letzte kriegerische Handlung, die der Burg galt, spielte sich im 2. Koalitionskrieg (1800) ab. Mit Kanonen beschossen Franzosen österreichische Soldaten, die sich auf der Burg verschanzt hatten. Als die Burg durch Sprengmunition in Flammen aufzugehen drohte, ergaben sich die Österreicher. Diesen Tag der Rettung feiern die Harburger seitdem auf dem Bock, einer Anhöhe nordwestlich der Burg, mit dem Bockfest.


Konrad III., von dessen Sohn Heinrich die erste gesicherte Erwähnung 
der Harburg stammt


Konrad IV., Bewohner der Harburg