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7 Westlicher Bergfried

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Die durch feindliche Angriffe am meisten gefährdete südwestliche Seite der Burg schützen zwei wuchtige Wehrtürme hart an der Ringmauer. Von ihnen aus konnte der Gegner bekämpft werden. Vor allem der Bergfried aus Buckelquadern hat seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt (Bild). 

Gebaut wurde er um 1200 und ist somit der älteste Teil der heute sichtbaren Burg. Er war vom Wehrgang durch eine Zugbrücke erreichbar und hat 3 Meter starke Mauern, die sich in den oberen Stockwerken verjüngen. In der Mauer verläuft ein Abortkanal. Die 16 m hoch aufragenden Bergfriede dienten aber auch den Bewohnern als letzte Zufluchtstätte. Die mächtigen Mauern im Untergeschoss konnte kein Rammbock brechen. 

Nur eine schwankende Leiter führte vom Hof her zum Eingang des westlichen Bergfrieds in fünf Meter Höhe (heute bis auf einen Fensterschlitz zugemauert; vgl. Bild) . Vorräte im Keller ließen auch eine längere Belagerung überstehen. Der Turm ist aufgeführt mit Weißjura-Ouadern. Buckelquadern, die bevorzugt in der 2. Hälfte des 12. Jh. Verwendung fanden.

Die volkstümliche Bezeichnung »Diebsturm«, »Hungerturm« oder »Faulturm« weisen auf die Verwendung als Gefängnis hin (ab 1607). Die Zellen in den oberen Stockwerken, Folterkammern und Schwitzkammer bestehen seit 1782, als der Bergfried seine Bedeutung als letzter Zufluchtsort längst verloren hatte.