Hier ist verborgen der gerade Mann, der ehrbare Judel, Sohn des Seligmann Nebel aus Harburg Seine Haende waren tuechtig bis zum Ende seiner Jahre Er ging die Wege G'ttes all seine Tage (und) er ehrte immer mit all seiner Kraft seine Eltern Er war wohlgesonnen seinen Bruedern und Schwestern Er leitete seine Soehne auf dem Pfad der Ehrlichkeit Er Verstarb am Montag, dem 20. (Tag) des (Monats) Siwan, (Jahr) 636 kleinen Zaehlung, und wurde am darauffolgenden Tag begraben Seine Seele sei eingebunden im Buendel des (ewigen) Lebens Judel Nebel

Quelle
Meir Jacoby, Ruth Jacoby, Rolf Hofmann: Jüdischer Friedhof Harburg - Schwaben

Grab 224                                      zurück

Judel Nebel (1797 - 1876)

Er war Oekonom (Bauer) und Viehhändler. Das stattliche Stammhaus der Familie Nebel gegenüber der Synagoge wurde von Judel Nebel um 1875 erworben und bis zum 2. Weltkrieg von der Familie Nebel genutzt. Bis 1935 betrieben Judel Nebel's Enkel Julius, Siegfried und Friedrich noch einen gut florierenden und sehr angesehenen Viehhandel in Harburg. Der einzige noch bedeutende jüdische Familienverband waren im 3. Reich noch die Nebels. Julius und Siegfried emigrierten nach Palästina, Friedrich kam in der Deportation ums Leben.

Inschrift übersetzen:

Zeigen Sie bitte mit der Maus auf die einzelnen Zeilen der Grabinschrift. Es wird eine deutsche Übersetzung eingeblendet.

[Menü]