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Alamannen (Völkerwanderung)

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Als "zusammengespülte und vermengte Menschen" versteht der antike Schriftsteller Asinius Quadratus die Bedeutung des Namens Alamannen. Einzelne Heerführer verschiedener germanischer Stämme aus dem weiten Gebiet zwischen unterer Elbe, dem Havelland, Thüringer Becken und Böhmen sammelten Gefolgschaften um sich. Sie zwangen durch ständige Überfälle und Raubzüge die Römer in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts zum Rückzug.

Erst in den neuen Siedlungsgebieten bildeten sich aus diesem bunten Völkergemisch die Alamannen. Die Fähigkeit, immer neue Siedlergruppen zu integrieren, bleibt kennzeichnend für die Alamannen. 

Spätestens nach dem großen Alamanneneinfall 259/260 wurde das Gebiet nördlich der Donau von den Römern aufgegeben. Brandspuren in allen Villen nördlich der Donau sind deutliche Zeugen dieser Ereignisse. Erst nach längeren Wirren wurde die Grenze entlang der Donau neu befestigt. Man legte kleine, schwer befestigte Kastelle und Burgi an. Immer mehr Germanen wurden an der Grenze angesiedelt. Sie sollten diese gegen ihre Stammesverwandten verteidigen. 

Zu den frühesten archäologischen Funden der folgenden germanischen Besiedlung des Rieses gehört ein Frauengrab aus Erlbach-Spielberg, das auf etwa 300 n. Chr. zu datieren ist. In mehreren Orten konnten alemannische Reihengräber nachgewiesen werden. 

Mit dem Beginn des 5. Jahrhunderts zog sich die romanische Bevölkerung ganz aus Süddeutschland zurück. Alle Kastelle wurden aufgegeben. Die Gegend muss weitgehend entvölkert gewesen sein, nur allmählich lässt sich eine germanische Besiedlung archäologisch nachweisen. Sie setzt erst richtig mit der zweiten alamannischen Landnahme im späten 5. und vor allem im 6. Jahrhundert ein. Der Eingliederung der Alemannen in das Merowingerreich folgte etwa 200 Jahre später eine intensive fränkische Einflussnahme, so dass ab 750 n. Chr. vom Ausbau des Rieses zu einer karolingischen Interessenzone gesprochen werden kann.

(Nach: Landkreis Donau-Ries, S. 123)

Archäologie online 
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Alamannische Fibel und Ring
(Landesmuseum Stuttgart)


Frauengrab
(Landesmuseum Stuttgart)


Siedlungsgebiet der Alamannen 
um das Jahr 450