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Römer in unserer Heimat

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Die Landschaftsbezeichnung "Ries" ist abzuleiten von der römischen Provinzbezeichnung "Raetia". Um etwa 90 n. Chr. wurde unsere Rieser Heimat in den römischen Herrschaftsbereich einverleibt. Kaiser Domitian ließ die Grenze von der Donau weiter nach Norden verlagern.

Im Ries wurden drei Truppenlager erbaut. Das in Munningen wurde 1906 entdeckt. Es war ein Holz-Erdekastell nach dem im ganzen römischen Reich geltenden Schema: 179 m lang und 150 m breit und wahrscheinlich mit einer rund 480 Mann starken Infanterieeinheit mit einer kleineren, ca. 120 Mann starken berittenen Truppe.

Die Römerzeit ist gut dokumentiert in Form eines weitverzweigten Wege- und Straßennetzes , gut erforschter Kastelle und zahlreicher Landgüter (villae rusticae). Die Straßen waren so solide gebaut, dass man sie selbst im Mittelalter noch benutzte. 

In unserem Raum gab es zur Römerzeit zwei unterschiedliche Siedlungsformen: Die Vici, dörfliche Siedlungen mit Handel und Gewerbe in der Nähe von Militäreinrichtungen, und die villae rusticae, Einzelhöfe, die teils prächtig, teils schlicht angelegt waren. Allein im Ries sind etwa 100 solcher Bauernhöfe entdeckt worden. Die ältesten Ausgrabungen fanden 1846 im Villen- und Badegebäude bei Mauren statt. Am Ortseingang von Großsorheim half eine Luftbildaufnahme bei der Entdeckung einer Villa rustica .

Die Römerherrschaft fand im Ries mit den Alemannenstürmen 259 n. Chr. ihr Ende. Die Römer zogen sich hinter die Donau zurück.

(Nach: Landkreis Donau-Ries, S. 117 ff.)

Linksammlung:Römer am Limes


Triumphzug des Tiberius mit gefangenen Germanen - 15 v. Chr. stößt er mit Drusus an die obere Donau vor und errichtet die Provinz Raetia ("Namenspatronin" des Rieses).


Rekonstruktion eines röm. Wach- turms: Unter Kaiser Domitian wurde die römische Grenze über die Donau hinaus nach Norden verschoben. Kaiser Hadrian (117 - 138 n. Chr.) ließ sie durch einen. Grenzwall, den Limes, befestigen


Flötenspieler, gefunden in einer Villa rustica bei Hohlheim

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