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Kelten (La-Tène-Zeit)

(ca. 500 v. Chr. - 15 v. Chr.)

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Die zweite Epoche der Eisenzeit trägt ihren Namen nach einem Fundplatz in der Schweiz. Die Kelten waren das dominierende Volk. Sie eroberten Rom bis auf das Kapitol, plünderten Delphi in Griechenland, kamen bis nach England, Spanien und Kleinasien.

Viele deutsche Flussläufe haben nach den Kelten ihren Namen, so auch der Lech (Lica), die Altmühl (Alcmona) und die Wörnitz (Warantia). Über ihre Religion und ihren Priesterstand berichtet schon Caesar. Heilig- tümer der Spät-La-Tène-Zeit waren die Viereckschanzen. Früher hatte man diese wegen ihrer Umwallung für Befestigungsanlagen gehalten. Innerhalb der Schanzen kann man Überreste von kleine Holztempeln nachweisen. Wohl zu jeder Schanze gehörte ein Opfer- schacht, manchmal bis über 30 m tief. Hier müssen Opferungen an die Unterweltgottheiten stattgefunden haben.

Ein besonders gut erhaltene Viereckschanze liegt im Oettinger Forst bei Erlbach. Sie misst 120 m x 100 m. Weitere Schanzen hat man bei Fürnheim, Jagstheim, Fünfstetten, Otting, Greisbach, Wittesheim und Amerdingen entdeckt.

Die Kelten kannten den Städtebau (Manching bei Ingolstadt), prägten schon Münzen und benutzten zum Töpfern bereits die Töpferscheibe. Außerdem waren sie wahre Meister der Schmiedekunst und verstanden es, eine Art Stahl herzustellen und Glas zu schmelzen. Bisher wurde Glas ja nur importiert. 

Siedlungsreste keltischer Kultur entdeckte man in der Ehinger Flur. Der Rollenbeg und der Hahnenberg waren von Kelten besiedelt, von anderen Höhen ist dies anzunehmen. Bei Holzkirchen und Wechingen scheint es eine lokale Eisenindustrie gegeben zu haben, so lassen sich jedenfalls Funde im Zusammenhang mit Eisenschlacken deuten.

Bei Kaisheim fand man 28 Eisenbarren mit zusammen 133 kg Gewicht, wohl das Versteck eines Händlers. Weitere Depots entdeckte man bei Wechingen und Holzkirchen, Eisenbarren bei Deiningen, Appetshofen und Wörnitzstein.

(Nach: Landkreis Donau-Ries, S. 115 ff.)

Archäolgoie-online

Keltische Goldmünzen 
(Archäol. Museum Donauwörth).
Keltische Goldmünzen waren der Anlass für die Sage von den "Regenbogenschüsselchen". Sonntagskinder sollten sie nach einem Gewitter am Ende eines Regenbogens finden.


Links unten im Bild die bei Kais- heim gefunden Eisenbarren aus der La-Tène-Zeit. Rechts Mühl- steine aus Schrattenhofen und Ziergesheim. (Archäol. Museum Donauwörth)


Rollenberg: 
Er war von den Kelten besiedelt.

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