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Bronzezeit(ca. 2.000 - 800 v. Chr) Eine "industrielle Revolution" mit weit reichen- den Folgen leitete den Beginn der Bronzezeit ein. Im Mittelmeerraum entwickelte man ein Verfahren, kann Kupfer und Zinn Bronze herzustellen. Das veränderte Waffen, Geräte und Schmuck grundlegend. Aber auch Gegenden mit Bodenschätzen wurden plötzlich interessant. Doch Kupfer und Zinn lieferte das Ries nicht. Trotzdem blieben wir nicht unverschont von den Auswirkungen. Entlang der Flussläufe durch- zogen Handelswege unser Gebiet. Das beweisen Hortfunde bei Ebermergen, Bühl und Wechingen. Hier scheinen Händler ein Depot angelegt zu haben. Die Art der Gegenstände weist auf Handelsbeziehungen bis nach Ungarn hin. Frühbronzezeitliche Funde in Gräbern oder Siedlungsplätzen wie Nähermemmingen, Bühl oder Heroldingen zeigen, dass auch Kontakte zum Rhein-Main-Gebiet und zum Alpenvorland bestanden. Die Menschen in der mittleren Bronzezeit bestatteten ihre Toten auch nicht mehr in Flachgräbern mit angewinkelten Armen auf de Seite liegend. Ein solches "Hockergrab" fand man noch bei Heroldingen. Jetzt setzten sie die Verstorbenen in Grabhügeln. Wie bislang wurden ihnen aber Schmuck und Waffen mitgegeben. So enthielt ein Grab bei Berg ein Tongefäß, ein Beil und eine Bronzenadel. In der Spätbronzezeit und danach entstanden auf den Höhen große Befestigungsanlagen. Auch der Rollenberg bei Hoppingen war mit einer ovalen, 165 m langen und 65 m breiten Wallanlage befestigt. Ein besonderer Kultplatz entstand auf seinem Plateau. Hier hob man eine kreisrunde Brandschicht von 4 m Durchmesser aus. Darin waren 300 kg Tonscherben und viele Tierknochen enthalten. Dieser Platz wird als Opferplatz gedeutet. In der ausgehenden Bronzezeit wechselte die Bestattungsform für die Toten erneut: Man verbrannte sie und setzte Ihre Asche in Urnen zusammen mit anderen Grabbeigaben bei. Aus dieser Zeit stammen auch Funde aus den Offnethöhlen, der Hexenküche bei Lierheim und aus Mündling. (Nach: Landkreis Donau-Ries, S. 110 ff.) |
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