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Jungsteinzeit

(ca. 5.000 - 2.000 v. Chr)

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Als etwa 6000 Jahre v. Chr. noch Jäger und Sammler das Ries und den angrenzenden Jura durchstreiften, hatten die Menschen an Euphrat und Tigris schon damit begonnen, ihren Lebensunterhalt mit Ackerbau und Viehzucht zu bestreiten. Sie waren sesshaft geworden, betrieben Vorratshaltung und änderten ihre Ernährung. Dazu mussten sie Gefäße aus Keramik herstellen.

Es dauerte aber noch rund 1000 Jahre, bis Ackerbau  betreibende Menschen - die sogenannten Bandkeramiker - sich im Ries niederließen. Die Kenntnis dieser neuen Wirtschaftsweise hatte sich vom Schwarzen Meer die Donau entlang bis in unsere Gegend ausgebreitet. Nun wurden im Ries auf den fruchtbaren Böden erstmals Getreidesorten wie Emmer, Einkorn, Dinkel oder Gerste angebaut. Sie waren aus Wildgräsern gezüchtet worden.

Man baute Flachs an und züchtete Schafe. Das ermöglichte das Weben von Leinen und Wolle. Dazu mussten aber erst Webstuhl und Spinnwirtel erfunden werden. Unser Wissen beziehen wir vor allem aus der Erforschung von Ufer und Moorsiedlungen (Bodensee, Federsee). Dort hatten sich Geräte aus Holz, ja ganze verstürzte Häuser, Fischernetze und Lederwaren erhalten. Bei uns blieb von den Siedlungen nur die Verfärbung der Pfostenlöcher und und der Gruben im Boden sichtbar. Aber Keramik und Silexmaterial geben Auskunft. Die größeren Steinwerkzeuge, Flachhacken, "Schuhleisten keile" (z. B. aus Harburg und Ebermergen), vor allem die Beile und Äxte wurden nun nicht mehr zugeschlagen, sondern geschliffen und gebohrt.

Link: Archäologie-online


Jungsteinzeitliche Bohrmaschine

Pfosten wurden in die Erde geschlagen. An einen band man waagrecht einen Hebelarm. An diesem befestigte man den "Bohrer", einen Röhrenknochen.  Darunter wurde das Beil festge- keilt, das durchbohrt werden sollte. Zwischen Bohrer und Beil streute man Sand. Gedreht wurde der Bohrer mit einem Bogen. Der scheuernde Sand fraß das Loch in das Beil.


Webstuhl aus der Jungsteinzeit


Vitrine aus der Jungsteinzeit
Archäolog. Museum Donauwörth

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